A A A

Daten und Fakten

4. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hat den 4. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Niedersachsen herausgegeben.

Seit Januar 2021 steht dieser regionalisierte Gleichstellungsatlas sowohl in gedruckter Form als auch als Download zur Verfügung.

Er orientiert sich in Struktur und Inhalt weitgehend am „4. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland" und enthält darüber hinaus weitere neue Indikatoren. 

Hier finden Sie den 4. Atlas und alle bisher erschienenen Atlanten der vorherigen Jahre – sowohl für Niedersachen als auch für Deutschland. 

Gleichstellungsindex 2020 zur Umsetzung der Gleichstellung in den obersten Bundesbehörden

Der Gleichstellungsindex 2020 wird seitens des Statistischen Bundesamts im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) veröffentlicht und ist Teil des Gesetzespaketes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst. Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum vom 01.07.2019 bis zum 30.06.2020 bzw. auf den Stichtag 30.06.2020.

Es werden die Geschlechteranteile an Führungspositionen in den obersten Bundesbehörden untersucht.

Diese Ergebnisse gehen daraus hervor:

  • Es besteht weiterhin großer Handlungsbedarf bei der Gleichstellung von Frauen und Männern in den obersten Bundesbehörden
  • Nachdem im Jahr 2019 noch eine Steigerung des Anteils von Frauen in den Leitungsfunktionen ist nur um knapp einen Prozentpunkt gestiegen
  • 21 von 24 Behörden beschäftigen immer noch deutlich mehr Männer als Frauen in Führungspositionen
  • Auf Ebene der Referatsleitungen waren 38 Prozent der Führungskräfte weiblich
  • Auf Unterabteilungsleitungs- und Abteilungsebene waren es fast ein Drittel
  • Auf Ebene der beamteten Staatssekretärinnen konnte erfreulicherweise ein Anstieg um sechs Prozentpunkte auf 25 Prozent erzielt werden
  • das vorhandene Führungskräftepotenzial unter den Teilzeitbeschäftigten wird noch nicht ausreichend genutzt - Führen in Teilzeit ist noch immer die Ausnahme

Der Gleichstellungsindex kann hier abgerufen werden. 

Familienreport 2020 - „Familie heute. Daten.Fakten.Trends“ 

Wie ging es Familien im Corona-Lockdown? Wie haben sich Einkommen, Erwerbstätigkeit und Partnerschaftlichkeit in Familien entwickelt und wie steht es um die Familienfreundlichkeit der Unternehmen? Sind Familien in der Krise?

Antworten auf diese und andere Fragen bietet die 7. Ausgabe des Familienreports des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). 

Der Report informiert in Analysen und übersichtlichen Grafiken über die aktuellen Entwicklungen von Familien in unserem Land und stellt darüber hinaus auch Vorhaben, Maßnahmen und Programme der Familienpolitik der Bundesregierung dar.

Neu im Vergleich zu früheren Ausgaben sind die umfangreichen Vergleiche mit anderen Ländern. Kinder in Deutschland wachsen beispielsweise häufiger bei verheirateten Eltern auf als im europäischen Durchschnitt, 74 Prozent gegenüber 68 Prozent. Bei Hochzeiten liegt Deutschland im europäischen Vergleich über dem EU-Durchschnitt. Dabei sind Deutsche bei der Eheschließung etwas älter als in anderen europäischen Ländern. Die Zahl der Scheidungen nimmt dagegen weiter ab. Hier liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld.

Zudem wurde eine repräsentative Eltern-Corona-Befragung gemacht. Diese finden Sie hier .

Die aktuelle Ausgabe von des Familienreport 2020 finden Sie hier. 

9. Familienbericht „Eltern sein in Deutschland“

Der aktuelle Familienbericht stellt die Eltern in den Mittelpunkt und die Frage, wie es ihnen geht.

Familien brauchen Flexibilität und Sicherheit, Investitionen in neue Chancen für die Kinder und gute Perspektiven für das Familienleben. Zusammengefasst heißt das: Zeit, Geld und gute Infrastruktur.

Drei wichtige Handlungsfelder und Empfehlungen werden dabei in den Vordergrund gestellt:

  • Eine neue Qualität der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für mehr Partnerschaftlichkeit
    Sie ist von zentraler Bedeutung, weil Eltern sich mehr Partnerschaftlichkeit wünschen, sie eine wichtige Voraussetzung für die Erwerbstätigkeit beider Eltern ist, und weil sie ganz wesentlich zur wirtschaftlichen Sicherheit der Familien beiträgt. Zu den Erfolgen in dieser Frage zählen der Ausbau der Kinderbetreuung und das Elterngeld: Die Väterbeteiligung beim Elterngeld liegt mittlerweile bei über 40 Prozent, Tendenz weiter steigend. Die Familienberichtskommission empfiehlt, die Instrumente für eine partnerschaftliche Vereinbarkeit konsequent weiterzuentwickeln. Dazu sollten bestehende Fehlanreize für die egalitäre Arbeitsteilung zwischen den Eltern wie das Ehegattensplitting beseitigt und die von den Eltern gewünschte Partnerschaftlichkeit durch die Dynamisierung des Elterngeldes unterstützt werden.
  • Mehr Bildungsgerechtigkeit für Kinder
    Die Bildungsinstitutionen spielen eine zentrale Rolle und sollen zu Infrastruktureinrichtungen der Familien werden. Damit sich die Chancen auf gute Bildung, Förderung und Teilhabe besser auf alle Kinder verteilen, braucht es ein neues Verständnis von Verantwortungspartnerschaften zwischen Eltern und Bildungsinstitutionen, mit besseren Rahmenbedingungen auf beiden Seiten.

    Ansätze, die sich für kleine Kinder bewährt haben sollten auf Grundschulkinder übertragen werden,  wie z. B. die Elternbegleiterinnen, aber auch die Frühen Hilfen. Für Grundschulkinder könnte auf diese Weise mit verstärkter Schulsozialarbeit und multiprofessionellen Teams auch die Ansprache und Unterstützung der Eltern gelingen.
  • Stabile wirtschaftliche Sicherheit für alle Familien
    Denn auch sie trägt zur Chancengerechtigkeit bei der Förderung und Bildung der Kinder bei.  Mit Kindergeld, Kinderzuschlag und dem Ausbau der Betreuungsinfrastruktur, die die Erwerbstätigkeit beider Eltern möglich macht, ist ein richtiger Weg eingeschlagen worden. Die Bündelung monetärer Leistungen zu einer eigenständigen Absicherung der Kinder ist anzustreben und stellt auch die Erwerbstätigkeit der Eltern in den Fokus.

Ausführliche Informationen zum 9. Familienbericht finden Sie hier.

 

Wie Eltern ihre Rolle sehen, wo und von wem sie sich Unterstützung wünschen - das verdeutlicht auch die Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach „Elternschaft heute (2020)“.